Your Daily Connector #087 vom 22.03.2021

your daily connector Mar 22, 2021

 

Wochenthema Empathie

 Lass uns etwas Neues ausprobieren: wir nehmen uns für diese Woche mal ein Thema vor und jeden Tag bringe ich dir einen neuen Impuls/Blickwinkel dazu ... ok? OK!!

 

In aller Munde, scheinbar

Empathie gehört zu jenen Wörtern, deren Gebrauch in meinem Jungerwachsenen-Alter (vor 25 Jahren) mindestens ein abgeschlossenes Psychologie-Studium vermuten liessen - das sagte "man" nicht einfach so ... will heissen, es war nicht allgemeiner Sprachgebrauch.

Mittlerweile gehört es zum Anforderungsprofil bei Bewerbungen und wird inflationär von 360°  Gegenübers eingefordert, wenn´s mal nicht so straight läuft im Kommunikations-Spiel.

 

Definition von Empathie

Empathie ist die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen und die Welt durch ihre Sinne und Antennen ein Stück weit wahrzunehmen. Gleichsam zählt dazu die Empfindungen, Emotionen, Gedanken und Motive des Gegenübers zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.

 

Unumstritten

Empathie wird heutzutage fast ein schon romantisiert - eine Art Heiliger Gral des friedvollen Zusammenlebens. Und es ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, das die Fähigkeit Empathie zu entwickeln, zu unseren größten sozialen Faktoren zählt. 

Die Welt des anderen "in seinen Schuhen zu erleben" lässt uns einfühlsamer, verständnisvoller und konsensbereiter werden. Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sind direkt mit Empathie verlinkt.

Wobei anzumerken ist, dass Empathie keine Emotion ist sondern viel mehr eine antrainierte Reaktion auf die Herausforderungen der sozialen Interaktion. Das Potential ist von klein auf angelegt und kann sich unterschiedlich ausprägen - natürlich massgebliche sozial beeinflusst - sprich von meiner unmittelbaren Umgebung.

Denn Empathie wird sehr häufig eingefordert - von Kindern, Geschwistern, Jugendlichen, Lehrlingen und mittlerweile auch Erwachsenen. Man kann dadurch sogar lang im guten Licht stehen oder auch an "empathischem" Stress leiden.

 

Der Schatten der Empathie

Doch Empathie steigert nicht nur Hilfsbereitschaft und Fairness.

Empathie fördert nämlich auch die Abgrenzung zu anderen - durch Gruppenbildung und Zusammengehörigkeitsgefühl.

Und sie kann auch ab und an für durchaus fragwürdige Interpretationen von Moral herhalten ...

 

Fragen

  • Für wie wichtig hältst du Empathie im großen Bild der Gesellschaft?
  • Was ist bei dir höher angesiedelt: deine Fähigkeit zur Empathie oder deine Bereitschaft zur Empathie?
  • Nenne drei Dinge, wo du gerne empathischer agieren würdest.
  • Nenne eine Sache, wo und wie Empathie toxisch wirken kann.

 

 

Viel Freude mit dem Wochenthema

Martin von Ganzwärts

 

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